Piraten ankern zum GSVE Fantreffen in der Urlaubsbar

GSVE-PrellBaller, Party-Initiator, Bar- Besitzer: Jens Müller (vorn)

GSVE-PrellBaller, Party-Initiator, Bar- Besitzer: Jens Müller (vorn)

Diesen Freitag ruhen sich die Ballpiraten beim Fanabend des GSVE in der Urlaub meehr Bar bei einem Becher Rum aus. Start des gemütlichen Abends ist 20 Uhr und jeder Fan ist willkommen.

LVZ vom 07.01.2015

Von Emil Timm
Delitzsch. Die Gymnasialen meißeln weiter an ihrem Image, auch wenn sie nicht den Ball in den Händen halten. Denn so kultig das Verhalten der Riesen auf dem Platz, so gesellig die Runde danach. Und weil es derzeit das Ding mit dem Ball und dem Netz nicht gibt, muss mehr Geselligkeit her. Am Freitag fällt der Startschuss für eine neue Ära der knallharten Vorbereitung – das Schöne daran: Sie ist Sportart-übergreifend.

Zugpferd des Abends sind die Recken, die das Bild des GSVE-Kahns prägen und schon manch steifer Brise im Volleyball-Business getrotzt haben. Hinzu gesellen sich die Freibeuter der Körbe, alias Ballpiraten. Zur erweiterten Crew zählen die Schmetterlinge des Vereins sowie die Volleyball-Grünschnäbel.

Treffpunkt der historischen Niederkunft auf Delitzscher Flur ist nicht etwa das feucht-miefig, beschwipste Turnbeutelarsenal des Becker-Kartons, sondern die mollig-warme Bar, die einst eine Tankstelle war und jetzt unter dem Namen Urlaub firmiert. Damit dieses sportliche Tête-à-tête sich nicht an Selbstbeweihräucherung ermüdet, sind Fans des Volley- und natürlich auch Prellballs (Basketball) gern gesehen. Und weil das ganze ordentlich auf dem Sansibar-Sand flutschen soll, spendiert der Wirt 20 Liter Glühwein, möglicherweise gar noch ein paar Litero mehr. Start des 1. GSVE-Fan-Abends ist 20 Uhr.

Auf die Idee kam Tausendsassa, Bartender, Conferencier und Dribbelzwerg Jens Müller, dem die Bude in der Eisenbahnstraße auch gehört. Im Übrigen macht der den Sternschritt womöglich auch beim Mixen und Schnibbeln der Cocktail-Dekos. Sei es drum. Weil der Methusalem des Delitzscher B-Balls angetan war vom GSVE internen Speck-weg-Turnier, an dem sogar die Prellballer teilnehmen durften, wollte sich Müller auf seine Art und Weise bedanken. “Die Idee sich nach Silvester locker sportlich zu betätigen ist gut. Auch das die anderen Abteilungen des GSVE gern gesehen sind”, sprach Müller die Volleyballer heilig. Bei dem Neujahrsturnier spielen Männlein und Weiblein wild gemixt, wird der Dampfhammer zu Hause gelassen und viel gelacht. Einziger Makel: Intern bleibt intern. Und deswegen geht der Barmann einen Schritt weiter, verlagert die Party in seine Hütte.

Im Übrigen, eingeladen sind gut 1200 Mann. Würde nur die Hälfte auftauchen und den ein oder anderen Riesen löchern, könnte es ein langer Abend werden. Und wenn Müller denen dann noch den Weg in die Becker-Halle schmackhaft machen könnte, würde der Karton beim Heimspiel mal aus seinen Nähten platzen. Allerdings beginnt der Südstaffel-Reigen für den GSVE erst in gut einer Woche. Dann kommt Eltmann an den Lober. Nebenbei erwähnt: Das fröhliche Bälleschlagen hat für die Recken am Dienstag wieder begonnen. Ganze sechs Einheiten hat der frisch gebräunte Trainer Frank Pietzonka mit Hilfe seines Co Hans Jürgen Maune den Recken das unbekannte Flugobjekt näherzubringen. Vielleicht verraten die Jungs in der Bar auch ihren Plan, wie sie sich die Meisterschaft sichern wollen. Schließlich stehen die Delitzscher derzeit auf Rang zwei der Tabelle.

Fast vergessen: Gesucht werden überdies Fotos aus der Zeit, als der GSVE aus dem Ei schlüpfte, die womöglich den historischen Aufstieg in die 2. Liga vor elf Jahren bezeugen oder vielleicht sogar den Riesen Sebastian Reichstein mit Föhntolle zeigen. Abgegeben werden sollten die in der Bar, am besten auf einem USB-Stick, damit sie im Hintergrund über die Leinwand flimmern können. Die Papierform ist am Abend trotzdem gern gesehen.